In seinen Malereien verarbeitet Jos Verwiel gerne Abbildungen aus alter Technik, Wissenschaft, Typografische Dokumente oder Werbung aus Glamourblättern. Wie archäologische Fragmente reagieren diese Kulturbilder unter vielen Schichten von transparenter Farbe mit seinen stabilen, frontalen Kompositionen. Die Leinwand selbst ist Träger und zugleich das Thema, er markiert die Konturen rundum das zentrale Spielfeld, Details aus Möbeln und Architektur liefern einfache und klare, stramme Formen.

Seine Verarbeitung dagegen ist komplex. In einem mühsamen Prozess von auftragen und wegnehmen entsteht ein labiles Gleichgewicht mit schönen Dissonanzen und ausreichend Reibung wobei Farbe und Form einen Dialog bilden, Abstraktion und Figuration sind beide Vorhanden. So jongliert er mit der Identität der Malerei als konkretes Objekt oder als Vorstellung.

 

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